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Dion und der Admiral

(für Kinder ab 7 Jahre)

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"Dion! ... Dion! ... Dion?"
Baxum flog durch den Himmel und suchte verzweifelt nach Dion.
Zenbo kam ihm entgegen.
"Suchst du Dion?"
"Ja. Hast du ihn gesehen?"
"Nein, ich habe ihn nirgends gesehen," sagte Zenbo "ich komme gerade von der Himmelsküche
... übrigens, heute gibt es ganz leckere Sternenkekse mit gezuckerten Wolkenhäubchen, muß du unbedingt probieren...."
"Später, Zenbo ... Ich muß jetzt Dion finden. Wir haben einen dringenden Auftrag zusammen, in Deutschland, in der Stadt Osnabrück."
"Ach ... und was müßt ihr dort machen?" "Da ist ein kleines Mädchen verloren gegangen. Wir müssen sie sofort nach Hause führen."
"Oha! Dann aber schnell! - Komm!" sagte Zenbo "ich helfe dir, Dion zu finden."
Zenbo und Baxum flogen nun gemeinsam durch die vielen Himmelsräume und fragten nach Dion.
Sie fanden ihn nicht. - Er war nicht im Himmelsschlafzimmer, wo noch einige Engel friedlich in ihren Wolkenbettchen schliefen, nicht im Himmelsarbeitszimmer, wo schon einige Engel fleißig bei den Hausaufgaben waren,
nicht im Himmelsbesprechungsraum, wo Engel gemeinsam nach Lösungen für schwierige Aufgaben suchen,
nicht in der Himmelsküche, wo ein riesiger Tisch mit leckeren Speisen und Getränke gedeckt war,
nicht im Himmelsspielzimmer, wo Engel Spielsachen basteln, mit denen sie zuerst selber spielen, bevor sie sie den Kindern auf die Erde bringen.
- Dion war einfach nicht da.
"Weißt du was?" sagte Baxum "wir gehen jetzt zum lieben Gott und fragen ihn, wo er ist. Der liebe Gott weiß doch alles."
"Stimmt! - Warum sind wir nicht gleich darauf gekommen! - Komm, laß uns ihn fragen, schnell."
Sie flogen ganz hinauf zur Himmelskuppel, wo der liebe Gott mit vier Erzengel, Gabriel, Michael, Raphael und Uriel, im Gespräch war. Ein wunderschönes, helles Licht umhüllte die Himmelskuppel, so daß die beiden Engelchen ihre Augen ein bißchen zukneifen mußten. So hell war dieses göttliche Licht. "Nun haben die Menschen schon das Jahr 2001 gefeiert", hörte man den lieben Gott sagen "und noch immer haben sie es nicht geschafft, den Frieden auf Erden zu finden." Baxum und Zenbo näherten sich und hörten ein bißchen zu, um nicht gleich zu stören.
"Die Menschenkinder müßten unbedingt lernen, anders zu denken." sagte Gott besorgt.
"Ja!" - "Genau!" - "So ist es!" sagten die Erzengel.
"Schon die kleinsten Kinder müßten lernen, daß ich immer bei ihnen bin, daß jeder Mensch einen Schutzengel hat und daß es sehr wichtig ist, einander zu lieben und zu helfen. - Wenn alle, alle Kinder der Erde das lernen und diesen Gedanken später wieder ihren eigenen Kindern beibringen würden ..." "... dann ... ja, dann ... würde es keinen Streit mehr zwischen den Menschen geben", rief Gabriel aus. "... und es gäbe endlich Frieden auf Erden" ergänzte Michael.
Alle klatschten begeistert mit ihren Flügeln, auch Baxum und Zenbo.
Da bemerkte der Liebe Gott die beiden kleinen Engel und fragte:
"Baxum, Zenbo, was macht ihr hier?"
"Lieber Gott wir suchen Dion, weißt du, wo er ist?"
"Aber ja, er ist bei einem kleinen Mädchen in Osnabrück, das sich verlaufen hat."
"Oh! Rief Baxum aus "aber ich sollte doch zusammen mit ihm zu diesem Mädchen fliegen."
"Ich weiß", sagte der liebe Gott "aber Dion wollte wohl so schnell wie möglich zu der Kleinen, um sie zu beschützen, so daß er keine Zeit hatte, auf dich zu warten. Flieg doch einfach zu ihm und helfe ihm."
Die vier Erzengel lächelten Baxum zu und zeigten ihm mit ihren Flügeln, in welche Richtung er fliegen mußte.
"Danke! Danke!" rief Baxum und flog sogleich davon. -
Zenbo winkte ihm noch nach und flog zurück zur Himmelsküche. - Er wollte zu den leckeren Sternenkekse.
Baxum suchte über Deutschland nach der Stadt Osnabrück und entdeckte Dion auf einer großen, wunderschönen Wiese, die voller Blumen war. "Dion! Da bin ich!"
"Schön, daß du da bist Baxum. Schau mal dieses kleine Mädchen. Ist sie nicht niedlich? - Sie hat sich verlaufen, weil sie zu weit weg von zu Hause gegangen ist."
"Ich weiß. Und warum hast du sie nicht schon längst nach Hause gebracht?"
Ich habe ihr schon die ganze Zeit zugeflüstert, daß sie mir folgen soll, damit ich sie zu ihre Mama bringen kann. Aber ... sie hört mir nicht zu, schau mal ... was sie macht." Baxum blickte zu dem kleinen Mädchen und bemerkte, daß sie ganz gebannt auf eine Raupe starrte.
"Das ist ja auch interessant, diese Raupe zu beobachten", sagte Baxum "schau doch mal wie sie mit ihren kauenden Mundwerkzeug an den Blättern herum knabbert. Sie scheint ja sehr hungrig zu sein." "Ja, so sind Raupen. Sie fressen und fressen den ganzen Tag, werden immer dicker und dicker, bis ihre Haut platzt. Dann häuten sie sich und werden dabei immer größer und größer. - Am Ende wachsen sie auf das Hundertfache ihrer anfänglichen Größe heran." "Also, du bist mal wieder klug heute, lieber Dion. Woher weißt du das?"
"Ich fand die Geschichte von der Verwandlung der Raupen so spannend, daß ich letztens in einer Schule war, wo dieses Thema gerade besprochen wurde. - Dabei habe ich allerlei gelernt." "Schön. Aber was machen wir nun mit der Kleinen? - Sie muß doch nach Hause."
"Paß auf! Dion flog davon und kam kurze Zeit darauf mit etwas in den Händen zurück, das wie ein winziger, weißer Wattebausch aussah.
"


Dies war eine Leseprobe zu dem Buch "DION und der Admiral, das mit vielen von mir gemalten Illustrationen, in meinem neuen Verlag im Sommer 2008 (?) herauskommen soll.

© Gabriele-Diana Bode 2001

 

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